Weihnachtsbasteln heißt, mit Schere, Kleber und ein bisschen Bastelpapier die Vorfreude auf das Fest ins Haus zu holen, und das gelingt schon mit Sachen, die fast jeder zu Hause hat. Ob ihr mit den Kindern Sterne aus Klopapierrollen klebt, mit Salzteig Anhänger für den Christbaum formt oder als Erwachsene eine ruhige Stunde am Bastelstisch genießt, in diesem Beitrag findet ihr die schönsten Ideen, sortiert nach Alter und Material, plus eine kleine Schritt-für-Schritt-Anleitung, mit der ihr direkt loslegen könnt.
Die wichtigste Regel zuerst: Wählt die Bastelidee passend zum Alter und zur Fingerfertigkeit. Eine Anleitung, die zu schwer ist, sorgt nur für Frust, und ein zu einfaches Projekt langweilt größere Kinder. Als grobe Orientierung:
Kleinkinder unter 3 Jahren: kurze Projekte von höchstens 10 bis 15 Minuten, kein Kleinteil, das in den Mund wandern kann. Fingerfarben-Tannenbäume und Handabdruck-Weihnachtsmänner sind ideal.
Kindergartenkinder (3 bis 6): Kleben, Stempeln und grobes Schneiden. Schneemänner aus Klopapierrollen, Sterne aus Eisstielen und einfache Weihnachtskarten gelingen hier gut.
Schulkinder (ab 7): mehr Geduld, mehr Details. Faltsterne, gefilzte Figuren, eine eigene Weihnachtskrippe aus Naturmaterialien oder ein selbst gebastelter Adventskalender.
Erwachsene: Weihnachtsbasteln ist längst kein reines Kinderthema. Makramee-Sterne, eine Wichteltür für den Flur oder gegossene Anhänger aus Modelliermasse machen auch Großen Spaß und ergeben hübsche Geschenke.
Welche Materialien brauche ich zum Weihnachtsbasteln?
Das Schöne am Weihnachtsbasteln ist, dass die Grundausstattung in fast jeder Schublade liegt. Mit Bastelpapier, Schere, Klebstoff und ein paar Stiften kommt ihr sehr weit. Wer etwas mehr Abwechslung möchte, greift zu Filz, Pfeifenreinigern, Wackelaugen, Pompons und Glitzer. Besonders nachhaltig wird es mit Upcycling-Material: leere Klopapierrollen, Butterbrottüten, Eisstiele und Marmeladengläser sind die heimlichen Stars der Bastelkiste.
Und dann ist da noch die Natur. Tannenzapfen, kleine Äste, getrocknete Orangenscheiben, Nüsse und Moos versprühen sofort Weihnachtsstimmung. Sammelt sie beim nächsten Spaziergang ein, dann verbindet ihr frische Luft mit dem Bastelnachmittag.
Salzteig: der Klassiker zum Weihnachtsbasteln
Kaum eine Bastelidee ist so beliebt wie Anhänger aus Salzteig, und das Beste ist, ihr rührt den Teig in wenigen Minuten selbst an. So geht es Schritt für Schritt:
Perfekt für Heiligabend
Weihnachtslandschaft Weihnachtspullover Kinder
Wir lieben Weihnachtslandschaft Weihnachtspullover Kinder für entspannte Weihnachtstage und lange Winterabende.
Mischt 2 Tassen Mehl, 1 Tasse Salz und 1 Tasse Wasser in einer Schüssel und knetet alles zu einem glatten Teig.
Rollt den Teig etwa einen halben Zentimeter dick aus und stecht mit Plätzchenformen Sterne, Herzen oder Tannenbäume aus.
Bohrt mit einem Holzspieß ein kleines Loch für die Aufhängung, bevor ihr trocknet.
Trocknet die Figuren bei rund 100 Grad einige Stunden im Backofen oder mehrere Tage auf der Heizung.
Ist alles fest, dürfen die Kinder bemalen, verzieren und mit einem Band aufhängen.
Salzteig ist eine alte Bastel- und Modelliermasse, die schon lange für Christbaumschmuck und kleine Figuren verwendet wird (mehr dazu im Wikipedia-Artikel zu Salzteig). Wer keinen Ofen anwerfen möchte, formt mit lufttrocknender Modelliermasse genauso schöne Anhänger.
Ein Bastelnachmittag wird noch gemütlicher, wenn alle in kuschelige Weihnachtspyjamas am Tisch sitzen, mit heißem Kakao in Reichweite.
Bastelideen aus Papier: Sterne, Karten und Fensterbilder
Papier ist das vielseitigste Bastelmaterial überhaupt. Mit ein paar Butterbrottüten und Klebstoff zaubert ihr in wenigen Minuten große Tütensterne fürs Fenster. Aus buntem Tonpapier werden Faltsterne, kleine Tannenbäume und Schneeflocken. Und für liebe Grüße an Oma und Opa darf eine selbst gemachte Weihnachtskarte nicht fehlen: ein Tannenbaum aus drei übereinander geklebten Dreiecken, ein Rentier mit roter Pompon-Nase oder ein bunter Fingerfarben-Druck sind schnell gestaltet.
Wer die Fenster schmücken möchte, malt mit abwaschbaren Fensterstiften direkt auf die Scheibe oder bastelt klassische Fensterbilder mit Transparentpapier, durch das das Licht warm hindurchscheint. Auch ein selbst gebastelter Adventskalender aus 24 Tüten oder Klopapierrollen gehört zu den Projekten, die die Wartezeit bis Heiligabend wunderbar verkürzen.
Weihnachtsbasteln für Erwachsene und für den Weihnachtsbasar
Auch ohne Kinder lohnt sich der Griff zur Bastelschere. Für Erwachsene sind Makramee-Sterne, gegossene Anhänger aus Raysin, Tomte-Kerzen oder eine skandinavisch inspirierte Wichteltür gerade besonders angesagt. Solche Stücke machen sich nicht nur als Deko gut, sie sind auch persönliche Geschenke, über die sich jeder freut.
Steht ein Weihnachtsbasar in Schule oder Kindergarten an, sind Mengen gefragt, die sich schnell vervielfältigen lassen: Butterbrottüten-Sterne, kleine Weihnachtsmänner und Engel aus Klorollen, Holzperlen-Sterne oder Geschenkanhänger aus Modelliermasse sind beliebte Verkaufsschlager. Plant pro Stück nur wenige Minuten ein, dann habt ihr in einem Bastelnachmittag gleich einen ganzen Stand voll.
Weihnachtsbasteln als Familienritual
Am Ende geht es beim Weihnachtsbasteln um mehr als die fertige Deko. Ist es draußen kalt und dunkel, rückt die Familie am warmen Basteltisch enger zusammen, die Vorfreude auf das Fest wächst, und ganz nebenbei trainieren die Kleinen ihre Feinmotorik. Macht ein kleines Ritual daraus: gemütliche Kleidung an, ein paar Weihnachtslieder im Hintergrund, Plätzchen auf dem Teller, und schon ist der Nachmittag gerettet. Wer mag, zieht für das Foto vom fertigen Werk passende Weihnachtspullover für die ganze Familie an. Mehr zu Herkunft und Tradition des Bastelns findet ihr im Wikipedia-Eintrag zum Basteln.
Und keine Sorge, wenn nicht jedes Werk perfekt wird. Eine schiefe Schneeflocke oder ein etwas zu bunter Stern dürfen ruhig auch im restlichen Winter hängen bleiben und bewahren ein wenig Zauber bis zum Frühling. Wichtig ist die Zeit, die ihr gemeinsam verbringt.
Schon gewusst?
Salzteig braucht nur drei Zutaten: 2 Tassen Mehl, 1 Tasse Salz und 1 Tasse Wasser.
Bei etwa 100 Grad trocknet Salzteig im Ofen in einigen Stunden, auf der Heizung dauert es einige Tage.
Für Kleinkinder unter 3 Jahren sollten Bastelprojekte nicht länger als 10 bis 15 Minuten dauern.
Leere Klopapierrollen werden flach gedrückt und in Ringe geschnitten zu Sternen, Schneemännern und Kerzen.
Aus nur 6 bis 9 Butterbrottüten und etwas Kleber entsteht ein großer Stern fürs Fenster.
Häufige Fragen zu Weihnachtsbasteln: Ideen für Kinder & Erwachsene
Beliebte Ideen sind Sterne aus Klopapierrollen oder Butterbrottüten, Salzteig-Anhänger, Schneeflocken, Engel, Weihnachtskarten, ein selbst gebastelter Adventskalender und Christbaumschmuck. Aus Naturmaterialien wie Tannenzapfen und Ästen entstehen außerdem eine Weihnachtskrippe oder Fensterdeko.
Für den Basar eignen sich Dinge, die sich schnell in größerer Stückzahl herstellen lassen: Butterbrottüten-Sterne, kleine Weihnachtsmänner und Engel aus Klorollen, Holzperlen-Sterne, Tomte-Kerzen und Geschenkanhänger aus Modelliermasse. Pro Stück braucht ihr nur wenige Minuten.
Für den Anfang genügen Bastelpapier, Schere, Klebstoff und Stifte. Dazu kommen je nach Idee Filz, Pfeifenreiniger, Wackelaugen, Pompons und Glitzer. Sehr nachhaltig wird es mit Upcycling-Material wie Klopapierrollen und Butterbrottüten sowie mit Naturmaterialien wie Tannenzapfen, Ästen und Nüssen.
Für Erwachsene sind Makramee-Sterne, gegossene Anhänger aus Raysin, Tomte-Kerzen und eine skandinavisch inspirierte Wichteltür gerade besonders beliebt. Solche Stücke sind zugleich schöne, persönliche Geschenke.
Sobald der Herbst zu Ende geht und die Tage kürzer werden, am besten direkt nach dem Herbstbasteln. So habt ihr genug Zeit, alle Ideen ohne Stress umzusetzen und das Zuhause schon in der Adventszeit zu schmücken.