Du überlegst einen Weihnachtspullover zu stricken? Großartig! Schließlich sind Weihnachtspullover seit einigen Jahren in aller Munde. Gerade sogenannte hässliche Weihnachtspullover sind auch dieses Jahr voll im Trend.
Mögliche Garne, Garnstärken und benötigte Mengen für deinen selbstgestrickten Pullover stelle ich dir in diesem Beitrag vor.
Welche Garnstärke benötige ich?
Die erste Grundüberlegung vor dem Garnkauf betrifft die Stärke des benötigten Garns. Während sehr feine Garne für die Herstellung von Spitze benötigt werden und extra starke Garne beim Weben von Teppichen genutzt werden, befindet sich das perfekte Garn für deinen Weihnachtspullover in der goldenen Mitte.
Ein mittleres Garn der Stärke 4 ist zum Beispiel für deinen Pullover geeignet. Wenn der Pullover etwas gemütlicher und wärmer werden soll, kannst du auch ein Stärke-5 Garn nutzen, das etwas dicker als Garne der Stärke 4 ist.
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Übrigens: Je stärker das Garn, desto stärker sollte deine Stricknadel sein. Deswegen solltest du dich im Voraus vergewissern, dass die Stärke deiner Nadel in etwa mit der des Garns übereinstimmt.
Garnstärken im Überblick: von Fingering bis Chunky
In Strickanleitungen begegnen dir die Garnstärken oft auch unter ihren englischen Namen. Damit du beim Garnkauf nicht ins Grübeln kommst, hier eine kurze Einordnung:
Feines Garn (Fingering oder Sport) eignet sich für leichte, elegante Pullover mit feinen Mustern, braucht aber deutlich länger beim Stricken. Mittelstarkes Garn (DK oder Worsted, also Stärke 4) ist die vielseitigste Wahl und für die meisten Weihnachtspullover ideal. Dickes Garn (Chunky, Stärke 5 und höher) ist schnell verstrickt, besonders kuschelig und warm. Für einen ersten Weihnachtspullover ist dickes Garn oft die dankbarste Wahl, weil du schneller ein Ergebnis siehst.
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Bevor du mit dem eigentlichen Pullover startest, lohnt sich eine kleine Maschenprobe. Stricke dazu ein etwa zehn mal zehn Zentimeter großes Quadrat mit deinem Garn und deinen Nadeln und zähle die Maschen und Reihen. Stimmt deine Maschenzahl nicht mit der Anleitung überein, wechselst du einfach auf eine etwas dünnere oder dickere Nadel. Diese fünf Minuten ersparen dir später viel Frust mit einem Pullover, der zu eng oder zu weit ausfällt.
Welche Garntypen sind für Weihnachtspullover geeignet?
Nur ein Teil aller Garne ist für das Stricken eines Weihnachtspullovers geeignet. Garne wie Merinowolle sind zu fein, Angorawolle ist dagegen zu empfindlich für das regelmäßige Tragen am Körper. Eine Handvoll Garntypen kann ich dir allerdings für deinen selbstgestrickten Pullover empfehlen.
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Schurwolle und handgesponnenes Garn
An erster Stelle empfehle ich dir den wohl offensichtlichsten Typ: Wolle. Wolle, genauer Schurwolle, ist laut dem Für-Sie Magazin aufgrund ihrer Strapazierfähigkeit und Wärme bestens geeignet. Allerdings solltest du die Wolle beim Kauf darauf überprüfen, ob sie nicht zu kratzig ist. In der Regel solltest du aber jeden Typ Wolle ‚eintragen‘ können, sodass er nach einiger Zeit sehr bequem wird.
Des Weiteren empfiehlt das Magazin handgesponnenes Garn, das deine Pullover aufgrund der variierenden Stärken und Farben etwas unregelmäßiger, aber auch verspielter erscheinen lässt.
Chenillegarn und Alpakawolle
Ebenso geeignet sind Chenille- und Alpakagarne. Ersterer ist für edlere Designs perfekt und ein Baumwollprodukt. Chenille ist allerdings weniger strapazierfähig als Wolle.
Alpakawolle ist dein Go-To für besonders warme Weihnachtspullis. Gegenüber herkömmlicher Schafswolle ist Alpakawolle nämlich oftmals weicher und dicker.
Merinowolle: fein, weich und überraschend warm
Auch wenn klassische Merinowolle als Garn für sehr feine Strickstücke gilt, solltest du sie nicht vorschnell abschreiben. Für mitteldicke Merinogarne der Stärke 4 oder 5 spricht einiges: Merinowolle hat eine Faserdicke von nur etwa 16 bis 21 Mikron und gehört damit zu den feinsten Schurwollen überhaupt. Genau deshalb kratzt sie in der Regel nicht und lässt sich sogar direkt auf der Haut tragen. Wer empfindlich auf herkömmliche Wolle reagiert, ist mit einem Merinogarn meist auf der sicheren Seite.
Hinzu kommt: Merinowolle ist atmungsaktiv, leicht wasserabweisend und reguliert die Temperatur, sodass dein Pullover an milden wie an klirrend kalten Tagen angenehm zu tragen ist. Die natürliche Kräuselung der Faser macht das Garn elastisch und weniger anfällig für Pilling, also die unschönen Knötchen, die sich bei anderen Wollarten schnell bilden.
Kaschmir und Mohair für edle Strickprojekte
Kaschmir ist die Luxusklasse unter den Garnen. Es ist extrem weich, leicht und wärmt erstaunlich gut, ist aber empfindlicher und teurer als Schurwolle. Für einen besonderen Weihnachtspullover, den du eher selten und mit Sorgfalt trägst, kann sich ein Kaschmiranteil dennoch lohnen. Häufig findest du Kaschmir auch in Mischungen mit Wolle, die bezahlbarer und zugleich strapazierfähiger sind.
Mohair stammt von der Angoraziege und ist ein relativ exklusives, sehr weiches Garn mit dem typischen flauschigen Flor. Es wirkt im Winter wärmend und isolierend, bleibt aber atmungsaktiv. Mohair wird gerne mit anderen Fasern kombiniert, um dem Strickstück einen leichten Glanz und eine weiche Haptik zu verleihen.
Baumwolle als Alternative für empfindliche Haut
Baumwolle ist weich, atmungsaktiv und besonders hautfreundlich, weshalb sie sich für alle eignet, die auf tierische Fasern empfindlich reagieren. Ein reiner Baumwollpullover wird allerdings nicht so warm wie ein Wollpullover und eignet sich eher für die Übergangszeit oder für gut beheizte Räume. Für einen echten Winter-Weihnachtspullover greifst du besser zu Wolle oder zu einer Mischung mit hohem Wollanteil.
Welche Wolle ist die wärmste?
Wenn es vor allem auf Wärme ankommt, liegen Alpaka und Merino vorne. Alpakawolle gilt im Allgemeinen als die wärmere der beiden, weil die Faser einen halbhohlen Kern hat und so besonders viel warme Luft einschließt. Merinowolle hält ebenfalls hervorragend warm, ist dabei aber feiner und leichter. Für einen kuscheligen Weihnachtspullover, der auch beim Spaziergang im Schnee zuverlässig wärmt, ist ein Alpaka- oder Alpaka-Merino-Garn daher eine ausgezeichnete Wahl.
Wollmischungen: das Beste aus mehreren Fasern
Reine Naturfasern sind nicht immer die praktischste Lösung. Hochwertige Wollmischungen kombinieren die Vorteile mehrerer Fasern: Eine Mischung aus Wolle mit etwas Alpaka, Seide oder Kaschmir verbessert oft Pflege und Tragekomfort, während ein kleiner Anteil synthetischer Faser die Formstabilität erhöht und das Garn pflegeleichter macht. Achte beim Kauf auf den Wollanteil. Ab etwa 50 Prozent Wolle profitierst du noch deutlich von den natürlichen Eigenschaften der Faser und bekommst trotzdem ein robustes, alltagstaugliches Garn.
Tierleidfreie Garn-Alternativen
Bei Naturfasern wie Schurwolle und Alpakawolle muss allerdings gesagt sein, dass ihre Gewinnung mit Tierleiden einhergehen kann. Die Tierschutzorganisation Peta warnt vor allem vor Alpakawolle aus Peru, wo die Tiere oftmals nur für die Wollproduktion gezüchtet und bei der Schur extremer Qual ausgesetzt werden.
Wenn du diese Quälerei nicht verantworten willst und nicht sicherstellen kannst, dass dein Garn aus tiergerechter Gewinnung stammt, kannst du auf synthetische oder pflanzliche Fasern wie Chenille setzen. Eine beliebte synthetische Alternative steht dir in Form von Polyesterfleece zur Verfügung, welches dich mindestens genauso warm wie Naturfasern hält.
Auch Kunstfasern wie Acryl oder Polyacryl sind eine pflegeleichte Option: Sie halten angenehm warm, bleichen nicht so schnell aus und behalten ihre Farbe über viele Wäschen hinweg. Wer ein veganes Garn sucht, das günstig und unkompliziert in der Pflege ist, findet hier eine solide Alternative zu tierischer Wolle. Allerdings sind synthetische Fasern weniger atmungsaktiv als Naturfasern, sodass es bei längerem Tragen schneller warm werden kann.
Warum Wolle so angenehm zu tragen ist
Wolle hat einige Eigenschaften, die sie anderen Materialien überlegen machen, gerade für einen Pullover, den du den ganzen Dezember über tragen möchtest. Wer einmal verstanden hat, was Wolle kann, greift selten wieder zu reiner Kunstfaser.
Feuchtigkeitsregulierung und Wärme
Wollfasern können bis zu rund 30 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, bevor sie sich überhaupt nass anfühlen. Kommst du verschwitzt vom Weihnachtsmarkt nach Hause oder wechselst von der kalten Straße in die warme Stube, nimmt dein Wollpullover die Feuchtigkeit auf und gibt dabei sogar Wärme ab. Die schuppige Oberflächenstruktur der Faser bildet kleine Luftkammern, die wie eine natürliche Isolierung wirken und deine Körpertemperatur ausgleichen.
Wolle muss seltener gewaschen werden
Ein großer Vorteil von Wolle: Du musst sie deutlich seltener waschen als Pullover aus anderen Materialien. Wolle enthält von Natur aus Lanolin, ein Wollwachs, das antibakteriell wirkt und die Entstehung unangenehmer Gerüche hemmt. Zusätzlich ist die Faseroberfläche schmutzabweisend, sodass leichte Verschmutzungen oft einfach abperlen. In vielen Fällen reicht es, deinen Wollpullover über Nacht an der frischen Luft auslüften zu lassen, statt ihn in die Wäsche zu geben.
Wie viel Garn benötige ich für einen Weihnachtspullover?
Selbstverständlich variiert die benötigte Garnmenge je nach Größe des Pullovers und Typ des Garns. Also Faustregel kannst du 500g Wolle für einen Pullover der Größe M einplanen. Bedenke dabei auch die Menge auf die unterschiedlichen Garne zu verteilen, wenn du einen Pullover mit Muster oder Motiv stricken willst.
Genauere Angaben zu Garnmengen findest du übrigens sehr oft auf den Verpackungen deiner gekauften Garne. Daran kannst du ziemlich genau die benötigte Menge abschätzen.
So wäschst du deinen Wollpullover richtig
Damit dein selbstgestrickter Weihnachtspullover viele Winter übersteht, lohnt ein Blick auf das richtige Waschen. Die meisten Wollpullover wäschst du am besten im Woll- oder Schonwaschgang bei 30 Grad, auf links gedreht und mit einem speziellen Wollwaschmittel. Achte unbedingt auf die Pflegehinweise auf der Garnbanderole, denn manche Wollarten filzen oder gehen ein, wenn sie zu heiß gewaschen werden. Zum Trocknen legst du den Pullover am besten flach auf ein Handtuch, statt ihn aufzuhängen oder in den Trockner zu geben. So behält er seine Form und es bildet sich kein Pilling.
Tipps für deine ersten Strickversuche
Zögere bei Fragen um Garnstärke, -art und -menge nicht Experten in Fachgeschäften anzusprechen. Gerade bei spezielleren Designideen können sie dir am besten helfen. Auch bei deinen ersten Strickversuchen kannst du dir online jede Menge Hilfe holen.
Letztendlich gilt aber die alte Regel. Learning by doing. Ein Pullover ist ein großer Textilartikel. Deswegen ist es auch keine Schande, wenn dein erster Versuch missglückt. Du wirst das Stricken allerdings lieben lernen, wenn du lang genug dran bleibst.
Keine Zeit zum Stricken? Unsere fertigen Weihnachtspullover aus Wolle
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Weihnachtspulli wolle – kurz zusammengefasst
Mittlere Garne der Stärke 4 eignen sich für Weihnachtspullover.
Für wärmere Pullover kann Garn der Stärke 5 verwendet werden.
Schurwolle ist strapazierfähig und warm für Weihnachtspullover geeignet.
Für einen Pullover Größe M werden etwa 500g Wolle benötigt.
Alpakawolle ist weicher und dicker als herkömmliche Schafswolle.
Häufige Fragen zu Weihnachtspulli Wolle: Die besten Garnarten für 2026
Für Pullover eignen sich besonders Schurwolle aufgrund ihrer Strapazierfähigkeit und Wärme, handgesponnenes Garn für verspielte Designs, Chenillegarn für edlere Designs sowie Alpakawolle für besonders warme Pullover. Als tierleidfreie Alternative bieten sich synthetische Fasern wie Polyesterfleece oder pflanzliche Fasern wie Chenille an.
Für einen Weihnachtspullover ist ein mittleres Garn der Stärke 4 ideal geeignet. Wenn der Pullover gemütlicher und wärmer werden soll, kann auch ein Stärke-5 Garn verwendet werden, das etwas dicker ist. Die Stärke der Stricknadel sollte dabei in etwa mit der Garnstärke übereinstimmen.
Als Faustregel kannst du 500g Wolle für einen Pullover der Größe M einplanen. Die benötigte Garnmenge variiert je nach Größe des Pullovers und Typ des Garns. Bei Pullovern mit Muster oder Motiv musst du die Menge auf die unterschiedlichen Garne verteilen.
Am wenigsten kratzt Merinowolle. Ihre Fasern sind mit etwa 16 bis 21 Mikron besonders fein und gehören damit zu den feinsten Schurwollen überhaupt. Kleidung aus Merinowolle lässt sich deshalb in der Regel sogar direkt auf der Haut tragen. Auch hochwertige Wollmischungen mit einem hohen Merinoanteil sowie Kaschmir sind angenehm weich. Reine, gröbere Schurwolle kann anfangs etwas kratzen, wird aber nach dem Eintragen meist deutlich bequemer.
Alpakawolle gilt im Allgemeinen als die wärmere der beiden Fasern. Alpakafasern haben einen halbhohlen Kern, der besonders viel warme Luft einschließt, während Merinofasern gekräuselt sind und die Wärme über kleine Luftkammern halten. Um dieselbe Wärmeleistung wie Alpaka zu erreichen, braucht Merinowolle in der Regel ein höheres Stoffgewicht. Merino punktet dafür mit feiner, leichter Faser und sehr guter Atmungsaktivität.
Für den Winter eignen sich vor allem Alpaka- und Schurwolle, da sie zuverlässig warm halten. Merinowolle ist sogar noch wärmer als herkömmliche Schurwolle und zusätzlich atmungsaktiv und leicht wasserabweisend, was sie perfekt für kalte, nasse Tage macht. Wer es besonders kuschelig mag, greift zu einer Wollmischung mit Alpaka- oder Kaschmiranteil.