Allerheiligen 2026: Bedeutung, Datum & Feiertag

Allerheiligen ist ein christliches Hochfest, an dem die katholische Kirche aller Heiligen gedenkt, der bekannten wie der unbekannten. Gefeiert wird es in der Westkirche immer am 1. November, 2026 also am Sonntag, dem 1. November. Der Tag steht für das Gedenken an alle, die nach katholischem Verständnis bereits bei Gott angekommen sind, und er leitet zugleich den sogenannten Totenmonat November ein. Damit ist Allerheiligen ein stiller, besinnlicher Feiertag und nicht zu verwechseln mit dem lauten Halloween am Vorabend.

Was bedeutet Allerheiligen?

An Allerheiligen ehrt die Kirche alle Heiligen gemeinsam. Gemeint sind damit nicht nur große Namen wie Franz von Assisi, der heilige Martin oder Edith Stein, sondern ausdrücklich auch all jene unbekannten Menschen, deren Heiligkeit nur Gott kennt. Nach katholischer Lehre ist im Grunde jeder Mensch dazu berufen, heilig zu leben, ein wenig davon steckt in jedem, der sich für Frieden, Menschlichkeit und Nächstenliebe einsetzt. Genau das ist die Idee hinter dem Fest: nicht nur die Kanonisierten zu feiern, sondern die ganze Gemeinschaft der Vollendeten.

Der lateinische Name lautet Festum omnium sanctorum, das Fest aller Heiligen. Weil nach 2.000 Jahren Christentum unzählige Heilige ihren eigenen Gedenktag haben, bündelt die Kirche sie an diesem einen Hochfest. Allerheiligen ist dabei kein Trauertag im engeren Sinn, sondern ein freudiger Festtag, der die Hoffnung auf das Leben nach dem Tod in den Mittelpunkt stellt.

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Wann ist Allerheiligen 2026?

Allerheiligen fällt jedes Jahr fest auf den 1. November, das Datum verschiebt sich also nie. 2026 ist das ein Sonntag. Im Kalender liegt der Tag direkt nach Halloween und dem Reformationstag (31. Oktober) und einen Tag vor Allerseelen (2. November). Diese drei Tage hintereinander gehören thematisch zusammen und werden oft verwechselt, dabei hat jeder seine eigene Bedeutung.

Allerheiligen, Allerseelen und Halloween, der Unterschied

Am einfachsten lassen sich die drei Tage so auseinanderhalten:

  • Halloween (31. Oktober): der Vorabend von Allerheiligen. Das Wort kommt von All Hallows' Eve, also dem Abend vor dem den Heiligen geweihten Tag. Aus alten Bräuchen zum Winterbeginn wurde über irische Auswanderer in den USA das heutige, kommerzielle Gruselfest mit Kostümen und Süßigkeiten.
  • Allerheiligen (1. November): das katholische Hochfest zu Ehren aller Heiligen. Ein stiller, festlicher Tag.
  • Allerseelen (2. November): der Gedenktag für alle Verstorbenen. Hier stehen die eigenen Toten im Mittelpunkt, die Gräber werden besucht, geschmückt und gesegnet.
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Halloween hat also tatsächlich eine christliche Wurzel: Der Name verweist direkt auf Allerheiligen. Inhaltlich haben das Gruselfest und der stille Feiertag heute aber kaum noch etwas gemeinsam. Wer am 31. Oktober gern verkleidet feiert, findet bei uns die passenden Halloween Kostüme für die ganze Familie, während der 1. November traditionell ruhig begangen wird.

Geschichte und Ursprung

Die Wurzeln des Festes reichen bis ins 4. Jahrhundert zurück. Damals gedachten die frühen Christen am Sonntag nach Pfingsten aller Heiligen, vor allem der Märtyrer, die für ihren Glauben gestorben waren. Dieser Herrentag aller Heiligen geht auf Johannes Chrysostomus zurück, und die griechisch-orthodoxe Kirche feiert ihn bis heute an diesem Termin.

Den festen Platz am 1. November bekam das Fest erst später. Papst Bonifatius IV. weihte um das Jahr 609 das römische Pantheon, einst ein Tempel für alle Götter, zu einer christlichen Kirche zu Ehren Marias und aller Märtyrer. Im 9. Jahrhundert legte Papst Gregor IV. den Gedenktag schließlich offiziell auf den 1. November und erklärte ihn 835 für die ganze Westkirche verbindlich (mehr zur Geschichte bei Wikipedia). Dass der November passte, hatte einen praktischen Grund: Nach Ernte und Weinlese gab es genug Vorräte, um ein großes Fest zu feiern.

In welchen Bundesländern ist Allerheiligen ein Feiertag?

Allerheiligen ist ein gesetzlicher Feiertag nur in den mehrheitlich katholischen Bundesländern. Das sind fünf:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland

In allen anderen Bundesländern ist der 1. November ein normaler Arbeitstag. Dort fällt stattdessen oft der Reformationstag am 31. Oktober als Feiertag an, etwa in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg. In Hessen und Berlin ist weder der 31. Oktober noch der 1. November frei.

Stiller Feiertag, was ist erlaubt?

In den fünf Feiertags-Bundesländern gilt Allerheiligen als stiller Feiertag. Das bedeutet, dass öffentliche Veranstaltungen, die dem Gedenken widersprechen, eingeschränkt sind. In Nordrhein-Westfalen sind zum Beispiel von 5 bis 18 Uhr Tanzveranstaltungen, Märkte, sportliche Großereignisse, der Betrieb von Spielhallen sowie laute musikalische Darbietungen in Gaststätten untersagt. Geschäfte bleiben an diesem gesetzlichen Feiertag ohnehin geschlossen. Die genauen Regeln unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland, der Grundgedanke ist überall derselbe: ein ruhiger Tag des Innehaltens.

Bräuche an Allerheiligen und Allerseelen

Der wichtigste Brauch ist der Friedhofsbesuch. An Allerheiligen und besonders an Allerseelen schmücken Familien die Gräber ihrer Verstorbenen mit Blumen, Grün und Grablichtern. Vielerorts findet eine feierliche Gräbersegnung statt, bei der die Gemeinde gemeinsam über den Friedhof zieht, betet und singt. Die brennenden Kerzen auf den Gräbern sind ein Sinnbild für die Hoffnung auf das ewige Licht.

In einigen Regionen ist es außerdem Tradition, geflochtene und mit Hagelzucker bestreute Hefeteigzöpfe zu verschenken, den sogenannten Allerheiligenstriezel. Familien nutzen die Tage rund um den 1. November oft, um zusammenzukommen, an die Heimat zurückzukehren und gemeinsam der Verstorbenen zu gedenken. Die Zeit vom 30. Oktober bis zum 8. November wird mancherorts auch Seelenwoche genannt.

Allerheiligen mit Kindern

Gerade für Kinder lassen sich die drei Tage gut greifbar machen, wenn man sie gemeinsam einordnet: Halloween zum Verkleiden und Lachen, Allerheiligen und Allerseelen zum stillen Erinnern. Ein Friedhofsbesuch mit einer selbst gestalteten Kerze, ein Ausmalbild zum Fest oder das gemeinsame Backen eines Hefezopfs holen das Thema kindgerecht in den Alltag. So wird aus dem Nebeneinander von buntem Brauchtum und stillem Gedenken eine schöne, runde Familientradition.

Gut zu wissen
  • Allerheiligen ist immer am 1. November, 2026 also an einem Sonntag.
  • Gesetzlicher Feiertag ist es nur in 5 Bundesländern: Bayern, Baden-Württemberg, NRW, Rheinland-Pfalz und Saarland.
  • Papst Gregor IV. legte das Fest 835 verbindlich auf den 1. November.
  • Halloween leitet sich von All Hallows' Eve ab, dem Vorabend von Allerheiligen.
  • Allerseelen am 2. November ist der Gedenktag für alle Verstorbenen.

Häufige Fragen zu Allerheiligen 2026: Bedeutung, Datum & Feiertag

An Allerheiligen gedenkt die katholische Kirche aller Heiligen, der bekannten wie der unbekannten. Es ist ein freudiges Hochfest, das die Hoffnung auf das Leben nach dem Tod betont, und zugleich der Auftakt zum Totenmonat November.

Gesetzlicher Feiertag ist Allerheiligen nur in den mehrheitlich katholischen Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland. In allen anderen Bundesländern ist der 1. November ein normaler Arbeitstag.

Allerheiligen am 1. November ehrt alle Heiligen, Allerseelen am 2. November ist der Gedenktag für alle Verstorbenen. An Allerseelen werden die Gräber besucht, geschmückt und gesegnet.

In den Feiertags-Bundesländern gilt Allerheiligen als stiller Feiertag. In NRW sind zum Beispiel von 5 bis 18 Uhr Tanzveranstaltungen, Märkte, sportliche Großereignisse und laute Musik in Gaststätten untersagt. Geschäfte bleiben geschlossen.

Halloween am 31. Oktober ist der Vorabend von Allerheiligen. Der Name kommt von All Hallows' Eve, dem Abend vor dem den Heiligen geweihten Tag. Über irische Auswanderer in den USA wurde daraus das heutige Gruselfest.