Heilige Drei Könige: Bedeutung, Datum & Sternsinger
Die Heiligen Drei Könige sind Caspar, Melchior und Balthasar, die der Weihnachtsgeschichte nach dem Stern von Bethlehem folgten und dem Jesuskind Gold, Weihrauch und Myrrhe brachten. Gefeiert werden sie am 6. Januar, dem Dreikönigstag, der für viele das offizielle Ende der Weihnachtszeit markiert. In diesem Beitrag erfährst du, wer die drei Weisen wirklich waren, woher ihre Namen stammen, warum sie im Kölner Dom ruhen und was es mit den Sternsingern und dem Segen C+M+B an der Haustür auf sich hat.
In der Bibel ist gar nicht von Königen die Rede. Das Matthäusevangelium, das einzige der vier Evangelien, das von ihnen berichtet, nennt sie „Sterndeuter“ oder „Weise aus dem Morgenland“. Auf Griechisch heißt es „Magoi“, also Magier, womit die gebildete, gelehrte Oberschicht der damaligen Zeit gemeint war, für die das Beobachten der Sterne so etwas wie Wissenschaft bedeutete. Martin Luther übersetzte das treffend mit „Weise“. Die Botschaft dahinter: Sogar die kluge Elite aus der Ferne kommt, um das Jesuskind anzubeten.
Auch die Zahl drei steht nicht im Text. Sie wurde später von den drei Geschenken abgeleitet, denn Gold, Weihrauch und Myrrhe sind genau drei Gaben. Auf ganz alten Wandmalereien sieht man deshalb mal zwei, mal vier Weise. Erst im Mittelalter wurden aus den Sterndeutern feste „drei Könige“ mit eigenen Namen.
Caspar, Melchior und Balthasar: die Bedeutung der Namen
Die Namen Caspar, Melchior und Balthasar erhielten die drei wohl erst um das 8. bis 9. Jahrhundert. Sie stehen sinnbildlich für die damals bekannten drei Kontinente Europa, Asien und Afrika, und damit für die Idee, dass die ganze Welt zu Jesus kommt. In der Kunst werden die drei außerdem oft als Jüngling, erwachsener Mann und Greis dargestellt, also als die drei Lebensalter des Menschen.
Einer der Könige wird traditionell mit dunkler Hautfarbe gezeigt. Lange war das Caspar, später meist Balthasar. Der Hintergrund ist derselbe: Der dunkelhäutige König steht für Afrika und macht sichtbar, dass die Weihnachtsbotschaft allen Menschen gilt, ganz gleich, woher sie kommen. Wer es genauer wissen möchte, findet bei Wikipedia eine ausführliche Darstellung der Überlieferung.
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Warum die Heiligen Drei Könige im Kölner Dom ruhen
Nach katholischer Überlieferung liegen die Gebeine der Heiligen Drei Könige im prunkvollen Dreikönigsschrein des Kölner Doms. Sie zählten zu den wertvollsten Reliquien des Mittelalters. Zunächst lagen sie im Mailänder Dom. Als Kaiser Friedrich Barbarossa 1162 Mailand eroberte, schenkte er sie seinem Verbündeten Rainald von Dassel, dem Erzbischof von Köln, der sie 1164 an den Rhein brachte.
So wurde Köln rasch zu einem der wichtigsten Wallfahrtsorte Europas. Für die vielen Pilger begann man 1248 den Bau eines gewaltigen neuen Doms. Der goldene Dreikönigsschrein selbst gilt als bedeutendste Goldschmiedearbeit des Mittelalters. Einmal im Jahr, am 6. Januar, wird er geöffnet, und durch das goldene Gitter sind drei gekrönte Schädel zu erkennen. Bis heute zieren drei Kronen das Wappen der Stadt Köln.
Dreikönigstag: Wann ist Heilige Drei Könige 2026?
Der Dreikönigstag fällt immer auf den 6. Januar, im Jahr 2026 also auf einen Dienstag. Kirchlich heißt das Fest „Erscheinung des Herrn“ oder Epiphanias, abgeleitet vom griechischen Wort „epiphaneia“ für Erscheinung. Es ist eines der ältesten Feste der Christenheit und markiert für viele Menschen das offizielle Ende der Weihnachtszeit. Erst danach werden traditionell die Krippe abgebaut und der Weihnachtsbaum aus dem Wohnzimmer getragen.
Ein gesetzlicher Feiertag ist der 6. Januar allerdings nur in drei Bundesländern: Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt. Dort haben die Menschen frei, in allen anderen Bundesländern ist es ein ganz normaler Werktag.
Die Sternsinger und der Segen C+M+B
Der bekannteste Brauch rund um den Dreikönigstag ist das Sternsingen. Vom Festtag der Geburt Jesu bis um den 6. Januar ziehen Kinder, als die drei Könige verkleidet und mit einem großen Stern, von Haus zu Haus. Sie singen, wünschen „Gesundheit und Kraft im Neuen Jahr“ und sammeln Spenden für Kinder in Not. Seit 1959 ist die Aktion Dreikönigssingen die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Wie die Sternsinger heute auftreten, beschreibt auch der Artikel zu den Sternsingern bei Wikipedia.
An die Haustüren schreiben die Sternsinger mit geweihter Kreide einen Segen, zum Beispiel 20 * C + M + B + 26. Die Zahlen umrahmen das jeweilige Jahr, der Stern erinnert an den Stern von Bethlehem, und die Buchstaben C, M und B stehen nicht nur für Caspar, Melchior und Balthasar, sondern vor allem für den lateinischen Segenswunsch „Christus mansionem benedicat“, also „Christus segne dieses Haus“.
Heilige Drei Könige zu Hause feiern
Du musst nicht selbst als Sternsinger losziehen, um den Dreikönigstag zu Hause schön zu gestalten. Viele Familien nutzen den 6. Januar als gemütlichen Abschluss der Weihnachtszeit: ein letztes Mal die Lichter am Baum anschalten, Plätzchen vom Teller räumen und in Ruhe zusammensitzen, bevor der Alltag wieder beginnt. Manche backen einen Dreikönigskuchen, in dem eine kleine Figur versteckt ist, und wer sie findet, ist für einen Abend König oder Königin.
Wenn die Kinder draußen als kleine Könige unterwegs sind oder ihr einfach den letzten Weihnachtsabend zelebriert, darf es ruhig kuschelig sein. Ein warmer Weihnachtspullover für Kinder hält im kalten Januar warm, und ein gemütlicher Weihnachtspyjama macht den Abend daheim besonders behaglich.
Häufige Fragen rund um die Heiligen Drei Könige
Rund um Caspar, Melchior und Balthasar tauchen jedes Jahr dieselben Fragen auf: Wer waren sie wirklich, warum sind es ausgerechnet drei, und wo genau ist überhaupt Feiertag? Die Antworten findest du gesammelt weiter unten. So oder so erinnert der 6. Januar daran, dass mit den Heiligen Drei Königen die Weihnachtszeit einen festlichen und versöhnlichen Abschluss findet.
Gut zu wissen
In der Bibel werden sie als „Sterndeuter“ beschrieben, nicht als Könige. Die Zahl drei leitet sich erst von den drei Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe ab.
Der 6. Januar ist nur in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt ein gesetzlicher Feiertag.
Die Gebeine ruhen seit 1164 im Kölner Dom, drei Kronen aus dem Wappen erinnern bis heute daran.
Caspar, Melchior und Balthasar stehen für die drei damals bekannten Kontinente Europa, Asien und Afrika.
Die Aktion Dreikönigssingen der Sternsinger ist seit 1959 die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit.
Häufige Fragen zu Heilige Drei Könige: Bedeutung, Datum & Sternsinger
Die Heiligen Drei Könige heißen Caspar, Melchior und Balthasar. Diese Namen erhielten sie aber erst um das 8. bis 9. Jahrhundert. Im Matthäusevangelium selbst ist nur von „Sterndeutern“ oder „Weisen aus dem Morgenland“ die Rede, nicht von Königen.
Der Dreikönigstag fällt immer auf den 6. Januar, im Jahr 2026 also auf einen Dienstag. Kirchlich heißt das Fest „Erscheinung des Herrn“ oder Epiphanias und markiert für viele das Ende der Weihnachtszeit.
Heilige Drei Könige ist nur in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt ein gesetzlicher Feiertag. In allen anderen Bundesländern ist der 6. Januar ein normaler Werktag.
Die Buchstaben C, M und B stehen für den lateinischen Segen „Christus mansionem benedicat“, also „Christus segne dieses Haus“. Gleichzeitig erinnern sie an Caspar, Melchior und Balthasar. Die Sternsinger schreiben sie mit der Jahreszahl an die Tür, zum Beispiel 20 * C + M + B + 26.
Die Gebeine galten als die wertvollsten Reliquien des Mittelalters. Kaiser Friedrich Barbarossa schenkte sie 1162 nach der Eroberung Mailands dem Erzbischof von Köln, Rainald von Dassel, der sie 1164 an den Rhein brachte. Seither ruhen sie im goldenen Dreikönigsschrein des Kölner Doms.