Was bedeutet Advent? Das Wort Advent kommt aus dem Lateinischen, von „adventus“, und heißt wörtlich übersetzt „Ankunft“. Gemeint ist die Ankunft Jesu Christi, dessen Geburt an Weihnachten gefeiert wird. Der Advent ist also die Zeit der Vorbereitung und Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Sie umfasst die vier Adventssonntage und beginnt am vierten Sonntag vor dem 25. Dezember. 2026 fällt der 1. Advent auf den 29. November.
Hinter dem kurzen Wort steckt mehr, als man auf den ersten Blick denkt: eine lange Geschichte, vier Sonntage mit ganz eigener Bedeutung und liebgewonnene Bräuche vom Adventskranz bis zum Adventskalender. Wir haben alles Wichtige für dich zusammengetragen.
Advent heißt „Ankunft“ - die Bedeutung des Wortes
Der Begriff „Advent“ leitet sich vom lateinischen „adventus Domini“ ab, was „Ankunft des Herrn“ bedeutet. In der christlichen Tradition meint das gleich zwei Dinge: die Geburt Jesu in der Krippe zu Weihnachten und die Hoffnung auf seine Wiederkunft am Ende der Zeit. Deshalb gilt der Advent als Zeit der Erwartung, der Stille und der Vorfreude, in der sich Christen innerlich auf Weihnachten einstimmen.
Drei Lieblingsstücke für gemütliche Adventssonntage
Übrigens beginnt mit dem 1. Advent nicht nur die Vorweihnachtszeit, sondern auch das neue Kirchenjahr. Für die katholische und die evangelische Kirche ist der erste Adventssonntag also so etwas wie ein Neujahrstag.
Wann ist Advent 2026? Die vier Adventssonntage
Der 1. Advent fällt immer auf den vierten Sonntag vor Weihnachten, der Advent dauert dadurch zwischen 22 und 28 Tagen. Für 2026 sehen die Termine so aus:
1. Advent: Sonntag, 29. November 2026
2. Advent: Sonntag, 6. Dezember 2026
3. Advent: Sonntag, 13. Dezember 2026
4. Advent: Sonntag, 20. Dezember 2026
Jeder der vier Sonntage hat in der Liturgie sein eigenes Thema. Am 1. Advent steht die erwartete Wiederkunft Jesu im Mittelpunkt, am 2. und 3. Advent richtet sich der Blick auf Johannes den Täufer als Wegbereiter. Der 3. Advent trägt den Namen „Gaudete“, lateinisch für „Freut euch“: Die Hälfte der Wartezeit ist geschafft, und die Vorfreude rückt in den Vordergrund. Deshalb wird an diesem Sonntag in der katholischen Kirche statt des sonst üblichen Violetts ein helleres Rosa getragen. Der 4. Advent ist schließlich der Gottesmutter Maria gewidmet.
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Heute verbinden wir den Advent vor allem mit Lichterglanz, Plätzchen und Glühwein. Ursprünglich war es jedoch eine Zeit des Fastens und der Buße, ganz ähnlich der Fastenzeit vor Ostern. An diese Wurzel erinnert in der Liturgie bis heute die Farbe Violett und der zurückhaltende Blumenschmuck. Nachweisbar ist die Adventszeit seit dem Ende des 4. Jahrhunderts. Damals dauerte sie sechs Wochen und begann am Martinstag, dem 11. November. Papst Gregor der Große (etwa 540 bis 604) legte die Zahl der Adventssonntage schließlich auf vier fest. In Mailand wird der Advent nach altem Ritus übrigens noch heute über sechs Wochen begangen.
Wer mehr über die Geschichte und die liturgischen Hintergründe lesen möchte, findet einen ausführlichen Überblick im Artikel Advent bei Wikipedia.
Die schönsten Adventsbräuche
Kaum eine Jahreszeit ist so reich an Bräuchen wie die Adventszeit. Die meisten von ihnen sind jünger, als man vermutet, und haben doch längst ihren festen Platz gefunden.
Der Adventskranz
Der Adventskranz geht auf den evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern zurück. 1839 hängte er im „Rauhen Haus“ in Hamburg den ersten Kranz auf, damit die Kinder die Tage bis Weihnachten leichter zählen konnten. Sein Original war ein Wagenrad mit 24 Kerzen: vier große weiße für die Sonntage und 20 kleine rote für die Werktage. Daraus entwickelte sich nach und nach der heute übliche Kranz mit vier Kerzen. Das Licht steht dabei für Jesus Christus, der an Weihnachten als das „Licht der Welt“ geboren wird.
Der Adventskalender
Auch der Adventskalender entstand im 19. Jahrhundert. Die ersten Formen waren ganz schlicht: 24 Kreidestriche an der Wand, von denen die Kinder täglich einen wegwischten, oder kleine Bilder, die nach und nach aufgehängt wurden. Der erste gedruckte Adventskalender mit Türchen stammt vom Münchner Verleger Gerhard Lang aus dem Jahr 1902. Heute reicht die Auswahl vom klassischen Schokoladenkalender bis zu liebevoll selbst befüllten Varianten.
Nikolaus, Barbarazweige und Wichtel
Mitten im Advent liegen weitere schöne Tage. Am 4. Dezember, dem Barbaratag, schneidet man Obstbaumzweige und stellt sie ins Wasser, damit sie pünktlich zu Weihnachten blühen. Am 6. Dezember bringt der Nikolaus kleine Geschenke in den geputzten Stiefel, eine Erinnerung an Nikolaus von Myra und seine Nächstenliebe. Und aus Skandinavien ist in den letzten Jahren der Weihnachtswichtel eingezogen, der Kindern jeden Morgen einen kleinen Streich oder eine liebe Botschaft hinterlässt.
Gemütlichkeit gehört zum Advent dazu
So unterschiedlich die Bräuche sind, eines haben sie gemeinsam: Sie machen es daheim warm und gemütlich. Genau dafür sind kuschelige Lieblingsstücke da. Ein weicher Weihnachtspullover zum ersten Kerzenanzünden oder ein passender Weihnachtspyjama für den Adventssonntag auf dem Sofa gehören für viele Familien einfach dazu.
Worum geht es im Advent wirklich?
Zwischen Geschenkelisten und Terminen lädt der Advent vor allem zu einem ein: kurz innezuhalten. Eine Kerze anzünden, ein Lied summen, sich auf das Fest freuen. In diesem Sinne ist die Bedeutung des Advents ganz einfach. Es ist die Zeit der Ankunft, der Erwartung und der Vorfreude, und sie schmeckt am schönsten nach Zimt, Kerzenwachs und ein wenig Ruhe. Mehr über die christlichen Hintergründe der Adventszeit findest du auch bei der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Schon gewusst?
Advent kommt vom lateinischen „adventus" und bedeutet „Ankunft".
Mit dem 1. Advent beginnt das neue Kirchenjahr.
Den ersten Adventskranz hängte Johann Hinrich Wichern 1839 in Hamburg auf, mit 24 Kerzen.
Der erste gedruckte Adventskalender mit Türchen stammt von 1902 aus München.
In Mailand dauert der Advent nach altem Ritus noch heute sechs Wochen.
Häufige Fragen zu Was bedeutet Advent? Bedeutung, Termine & Bräuche
Advent kommt vom lateinischen Wort „adventus" und heißt übersetzt „Ankunft". Gemeint ist die Ankunft Jesu Christi, dessen Geburt an Weihnachten gefeiert wird.
Mit dem 1. Advent beginnt die Adventszeit und zugleich das neue Kirchenjahr. Liturgisch steht dieser Sonntag im Zeichen der erwarteten Wiederkunft Jesu. 2026 fällt der 1. Advent auf den 29. November.
Jeder Sonntag hat ein eigenes Thema: Am 1. Advent geht es um die Wiederkunft Jesu, am 2. und 3. Advent um Johannes den Täufer. Der 3. Advent heißt „Gaudete" („Freut euch"), der 4. Advent ist Maria gewidmet.
Der Advent ist die Vorbereitungszeit auf Weihnachten. Christen stimmen sich in dieser Zeit auf die Geburt Jesu ein. Früher war der Advent eine Zeit des Fastens und der Buße, heute steht die Vorfreude im Mittelpunkt.
Die Adventszeit beginnt 2026 am 1. Advent, Sonntag, dem 29. November. Es folgen der 2. Advent am 6. Dezember, der 3. Advent am 13. Dezember und der 4. Advent am 20. Dezember.