Ein Weihnachtsmarkt ist ein in der Adventszeit auf einem zentralen Platz abgehaltener Markt, auf dem Glühwein, gebrannte Mandeln, Kunsthandwerk und weihnachtliche Geschenke verkauft werden. Allein in Deutschland gibt es nach Schätzungen zwischen 1500 und 3000 dieser Märkte, von der kleinen Dorfbude bis zum Großstadt-Event mit Millionen Besuchern. In diesem Beitrag erfährst du, woher die Tradition stammt, welche Märkte zu den schönsten und ältesten zählen, was dich an den Ständen erwartet und wie du dich für einen langen Abend bei Kälte richtig anziehst.
Je nach Region trägt der Markt unterschiedliche Namen. Verbreitet sind Adventsmarkt, Christkindlesmarkt, Christkindlmarkt oder Wintermarkt, dazu kommen eigene Namen wie der Dresdner Striezelmarkt oder der Neubrandenburger Weberglockenmarkt. Gemeinsam ist allen das festliche Bild: Lichterglanz und Tannengrün, der Duft von Bratwurst und Glühwein und liebevoll dekorierte Holzhütten. An den Ständen gibt es Kunsthandwerk zur Weihnachtsdekoration, regionale Geschenke, gebrannte Mandeln, heiße Maronen und warme Getränke wie Glühwein, Feuerzangenbowle und Glühmost. Wegen des Glühweins wird ein solcher Markt mancherorts sogar liebevoll Glühmarkt genannt.
Wie alt ist die Tradition?
Die Wurzeln reichen tief ins Spätmittelalter. Ursprünglich waren es kurze, oft eintägige Märkte, die den Bürgern zu Beginn der kalten Jahreszeit die Möglichkeit gaben, sich mit Fleisch und winterlichem Bedarf einzudecken. Im 14. Jahrhundert kam der Brauch auf, Handwerkern wie Spielzeugmachern, Korbflechtern oder Zuckerbäckern eigene Verkaufsstände zu erlauben, an denen es Kleinigkeiten für die Kinder gab. Bereits 1296 erhielten die Wiener Händler von Herzog Albrecht I. das Privileg, einen Dezembermarkt abzuhalten, 1310 wurde in München erstmals ein Nikolausmarkt urkundlich erwähnt. Als einer der ältesten Weihnachtsmärkte im deutschen Sprachraum gilt der Dresdner Striezelmarkt, der auf ein Privileg des sächsischen Kurfürsten Friedrich II. von 1434 zurückgeht. Der Frankfurter Weihnachtsmarkt wurde erstmals 1393 erwähnt, der Augsburger Christkindlesmarkt hat seinen Ursprung im 1498 erwähnten Lebzeltermarkt. Mehr Hintergrund findest du im Wikipedia-Artikel zum Weihnachtsmarkt.
Berühmte Weihnachtsmärkte in Deutschland
1Dresdner Striezelmarkt – einer der ältesten überhaupt, mit riesiger Weihnachtspyramide und dem berühmten Dresdner Christstollen.
2Nürnberger Christkindlesmarkt – einer der bekanntesten der Welt, mitten in der Altstadt auf dem Hauptmarkt.
3Stuttgarter Weihnachtsmarkt – mit rund 280 Ständen und Millionen Besuchern einer der größten des Landes.
4Augsburger Christkindlesmarkt – bekannt für das Engelesspiel, bei dem Engel über dem Markt erscheinen.
5Quedlinburger Weihnachtsmarkt – vor jahrhundertealten Fachwerkhäusern, die zum UNESCO-Welterbe zählen.
Die schönsten und bekanntesten Weihnachtsmärkte
Jeder Markt hat seinen eigenen Reiz, und Deutschland bietet eine riesige Auswahl zwischen Alpen und Nordsee. Diese Klassiker stehen Jahr für Jahr ganz oben:
Daneben lohnen sich viele besondere Märkte: der Märchenweihnachtsmarkt in Kassel mit fliegendem Weihnachtsmann, die maritimen Märkte in Lübeck und Hamburg oder der historische Weihnachtsmarkt im Bergwerk Rammelsberg im Harz. Wer mag, hangelt sich von Stadt zu Stadt und entdeckt überall neue Bräuche.
Was dich am Markt erwartet
Ein Bummel über den Weihnachtsmarkt lebt von den kleinen Dingen. An den Buden findest du Kunsthandwerk wie geschnitzte Holzfiguren aus dem Erzgebirge, Herrnhuter Sterne und mundgeblasenen Christbaumschmuck. Kulinarisch gehören Bratwurst, gebrannte Mandeln, heiße Maronen, Lebkuchen, Printen und Spekulatius dazu, dazu eine Tasse Glühwein zum Aufwärmen. Viele Märkte haben ein Rahmenprogramm mit Chorgesang, Krippenspielen, Karussell und Riesenrad, das vor allem Familien mit Kindern begeistert. Plane ruhig genug Zeit ein, denn ein guter Markt will langsam erkundet werden.
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Auf dem Weihnachtsmarkt steht man viel und bewegt sich wenig, deshalb gilt: lieber eine Schicht zu viel als zu wenig. Ein warmer, dicker Pullover unter der Jacke ist die beste Basis, dazu Mütze, Schal und feste Schuhe. Genau hier wird es bei uns gemütlich: Ein kuscheliger Weihnachtspullover hält warm und bringt sofort Festtagsstimmung an den Glühweinstand. Stöbere in unserer Auswahl an Weihnachtspullovern für Damen, Herren und Kinder, vom klassischen Strickmuster bis zum auffälligen Ugly-Christmas-Sweater.
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Und weil die Hände am Glühweinbecher zwar warm werden, der Rest aber friert, lohnt sich der Blick auf warmes Zubehör wie Mützen und Schals. So übersteht ihr auch einen langen, kalten Abend gut gelaunt.
Praktische Tipps für den Besuch
Die meisten Märkte starten Ende November und laufen bis kurz vor Weihnachten, einige öffnen schon Mitte November oder bleiben bis nach den Feiertagen. Genaue Öffnungszeiten findest du auf den offiziellen Seiten der jeweiligen Stadt. Viele Märkte sind bequem mit Bahn und Bus erreichbar, was bei voller Innenstadt und Glühwein die entspannteste Wahl ist. Wer es ruhiger mag, geht unter der Woche oder am frühen Nachmittag, denn an den Adventswochenenden wird es abends meist sehr voll. Mit warmer Kleidung, etwas Bargeld für die Stände und genügend Zeit steht einem schönen Adventsabend nichts im Weg.
Schon gewusst?
In Deutschland gibt es schätzungsweise zwischen 1500 und 3000 Weihnachtsmärkte.
Der Dresdner Striezelmarkt geht auf ein Privileg von 1434 zurück.
Schon 1296 erhielten die Wiener Händler das Recht auf einen Dezembermarkt.
Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt zählt mit rund 280 Ständen zu den größten.
Der Begriff Glühmarkt stammt vom Glühwein, der dort ausgeschenkt wird.
Häufige Fragen zu Weihnachtsmarkt: Tradition, schönste Märkte & Tipps
Als einer der ältesten gilt der Dresdner Striezelmarkt, der auf ein Privileg des sächsischen Kurfürsten Friedrich II. von 1434 zurückgeht. Auch der Frankfurter Weihnachtsmarkt (erstmals 1393 erwähnt) zählt zu den ganz frühen.
Die genaue Zahl ist schwer fassbar. Schätzungen schwanken zwischen 1500 und 3000 Märkten, von eintägigen Dorfmärkten bis zu mehrwöchigen Großstadt-Events.
Die meisten Märkte starten Ende November und laufen bis kurz vor Weihnachten, manche öffnen schon Mitte November oder bleiben bis nach den Feiertagen. Die genauen Öffnungszeiten stehen jeweils auf den offiziellen Seiten der Stadt.
Typisch sind Kunsthandwerk zur Weihnachtsdekoration, regionale Geschenke, gebrannte Mandeln, heiße Maronen, Lebkuchen sowie warme Getränke wie Glühwein, Feuerzangenbowle und Glühmost.
Das ist Geschmackssache. Zu den beliebtesten zählen der Nürnberger Christkindlesmarkt, der Dresdner Striezelmarkt und der Stuttgarter Weihnachtsmarkt, dazu stimmungsvolle Märkte vor Schlössern, Burgen und an der Nordseeküste.