Aschermittwoch: Bedeutung, Aschekreuz & Fastenzeit

Der Aschermittwoch ist der erste Tag der christlichen Fastenzeit und beendet zugleich die närrische Zeit des Karnevals. An diesem Mittwoch, 46 Tage vor Ostern, zeichnen Priester den Gläubigen ein Aschekreuz auf die Stirn, und für viele Menschen beginnt damit eine ruhige Zeit der Besinnung bis zum Osterfest. Hier erfährst du, was der Tag bedeutet, woher er seinen Namen hat und welche Bräuche dazugehören.

Was bedeutet der Aschermittwoch?

Mit dem Aschermittwoch beginnt in der Westkirche die Passions- oder Fastenzeit. In den rund sieben Wochen bis Ostern bereiten sich Christinnen und Christen auf das wichtigste Fest des Kirchenjahres vor, die Auferstehung Jesu. Sie besinnen sich auf den Ruf aus dem Markusevangelium: "Kehrt um und glaubt an das Evangelium." Der Aschermittwoch ist also ein Tag der Umkehr und des Neuanfangs, kein trauriger Tag, sondern ein bewusster Schritt nach innen.

Zugleich markiert er das Ende des Faschings. "Am Aschermittwoch ist alles vorbei", heißt es im bekannten Karnevalslied, denn nach Rosenmontag und Fastnachtsdienstag ist mit dem ausgelassenen Treiben Schluss. In Bayern zählt der Tag zu den sogenannten "stillen Tagen", an denen laute öffentliche Veranstaltungen ruhen.

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Woher kommt das Aschekreuz?

Der Name geht auf einen alten Brauch zurück. In der katholischen Liturgie zeichnet der Priester oder Diakon den Gläubigen mit geweihter Asche ein Kreuz auf die Stirn. Dazu spricht er die Worte aus dem Buch Genesis: "Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst." Die Asche ist seit biblischer Zeit ein Zeichen für Vergänglichkeit und Buße. Schon im Alten Testament saßen reuige Menschen "in Sack und Asche".

Die Asche selbst hat eine schöne Symbolik: Sie stammt aus den verbrannten Palmzweigen des Palmsonntags vom Vorjahr. So schließt sich der Kreis zwischen den Osterfesten. Die öffentliche Austeilung des Aschenkreuzes lässt sich bis ins 10. Jahrhundert zurückverfolgen, und das Aschekreuz erinnert die Gläubigen daran, dass sie umkehren und Jesus nachfolgen möchten.

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40 Tage Fastenzeit, aber 46 Tage im Kalender

Die Fastenzeit dauert traditionell 40 Tage, eine Anlehnung an die 40 Tage, die Jesus nach dem Matthäusevangelium fastend in der Wüste verbrachte. Im Kalender liegen zwischen Aschermittwoch und Karsamstag allerdings 46 Tage. Der Grund ist einfach: Die sechs Sonntage werden nicht mitgezählt, denn jeder Sonntag gilt als kleines Osterfest und ist vom Fasten ausgenommen.

Beim Fasten verzichten viele Menschen bewusst auf liebgewonnene Dinge wie Fleisch, Süßigkeiten, Alkohol oder Kaffee. In der evangelischen Kirche nehmen rund zwei Millionen Menschen an der Aktion "7 Wochen Ohne" teil, die jedes Jahr unter einem neuen Motto Routinen aufbricht. Andere fasten heute moderner, etwa durch Klimafasten oder den Verzicht auf Plastik und Bildschirmzeit.

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Warum man am Aschermittwoch Fisch isst

Eine der bekanntesten Traditionen ist das Fischessen. Fleisch war über Jahrhunderte die typische Festtagsspeise, deshalb gilt Fisch seit jeher als klassische Fastenspeise. Bis heute haben viele evangelische und katholische Gemeinden den Brauch bewahrt, am Aschermittwoch gemeinsam Hering zu essen, das traditionelle "Heringsessen". Nach dem üppigen Karneval ist das schlichte Fischgericht ein sinnvoller Übergang in die ruhigere Fastenzeit.

Wann ist Aschermittwoch?

Weil sich der Termin nach dem beweglichen Osterdatum richtet, fällt der Aschermittwoch jedes Jahr auf einen anderen Tag, immer zwischen Anfang Februar und Anfang März. 2026 ist es der 18. Februar, 2027 der 10. Februar. Ein gesetzlicher Feiertag ist der Tag in Deutschland nicht, die Geschäfte haben also ganz normal geöffnet.

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Gemütlich durch die Fastenzeit

Die Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern laden zum Entschleunigen ein, zu ruhigen Abenden zu Hause statt lautem Trubel. Wenn ihr es euch in dieser Zeit gemütlich machen möchtet, haben wir ein paar kuschelige Lieblingsstücke im Oster-Look zusammengestellt.

Mehr als ein Schlusspunkt

Der Aschermittwoch ist also weit mehr als das Ende von Fasching. Er ist der nachdenkliche Auftakt zur Fastenzeit, eine Einladung, kürzerzutreten, sich zu besinnen und sich auf Ostern zu freuen. Ob mit klassischem Heringsessen, der Aktion "7 Wochen Ohne" oder einfach ein paar ruhigen Abenden zu Hause, jeder findet seinen eigenen Weg durch diese besondere Zeit. Mehr Inspiration für die ganze Saison findest du in unserer Auswahl an Osterpullovern.

Quellen: Wikipedia und die Evangelische Kirche in Deutschland.

Gut zu wissen
  • Der Aschermittwoch liegt immer 46 Kalendertage vor Ostern.
  • Die Fastenzeit zählt 40 Tage, da die sechs Sonntage nicht mitgerechnet werden.
  • Die geweihte Asche stammt aus den verbrannten Palmzweigen des Vorjahres.
  • Rund zwei Millionen Menschen machen bei der Aktion 7 Wochen Ohne mit.
  • 2026 ist Aschermittwoch am 18. Februar, 2027 am 10. Februar.

Häufige Fragen zu Aschermittwoch: Bedeutung, Aschekreuz & Fastenzeit

Der Aschermittwoch ist kein Fest im eigentlichen Sinn, sondern der Beginn der Fastenzeit. Christinnen und Christen besinnen sich auf Umkehr und bereiten sich in den rund sieben Wochen bis Ostern auf die Auferstehung Jesu vor. Zugleich markiert der Tag das Ende der Karnevalszeit.

Beim Gottesdienst zeichnet der Priester den Gläubigen mit geweihter Asche ein Kreuz auf die Stirn und spricht: Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst. Die Asche ist ein Zeichen für Vergänglichkeit und Buße und stammt aus den verbrannten Palmzweigen des Vorjahres.

Traditionell wird am Aschermittwoch auf Fleisch verzichtet. Stattdessen gilt Fisch als klassische Fastenspeise. In vielen Gemeinden hat sich das traditionelle Heringsessen erhalten, ein schlichter Übergang vom üppigen Karneval in die ruhige Fastenzeit.

Die 40 Tage erinnern an das Fasten Jesu in der Wüste. Im Kalender liegen zwischen Aschermittwoch und Karsamstag zwar 46 Tage, doch die sechs Sonntage werden nicht mitgezählt, weil jeder Sonntag als kleines Osterfest gilt und vom Fasten ausgenommen ist.

2026 fällt der Aschermittwoch auf den 18. Februar, 2027 auf den 10. Februar. Da sich das Datum nach dem beweglichen Ostertermin richtet, liegt der Tag immer zwischen Anfang Februar und Anfang März. Ein gesetzlicher Feiertag ist er in Deutschland nicht.