Fasching ist der süddeutsche und vor allem bayerische Name für die fünfte Jahreszeit, die ausgelassene Zeit der Narren, Masken und Kostüme vor Beginn der Fastenzeit. Während man im Rheinland Karneval und im schwäbisch-alemannischen Raum Fasnet oder Fastnacht sagt, feiern die Menschen in Bayern, Österreich und Sachsen Fasching. Gemeint ist überall dasselbe: bunt verkleidet den Winter vertreiben, bevor am Aschermittwoch der Ernst des Fastens beginnt. In diesem Beitrag erfährst du, wo der Fasching herkommt, welche Bräuche den Süden so besonders machen und wie du selbst schnell ins Kostüm kommst.
Fasching, Fastnacht oder Karneval? Eine Frage der Region
Hinter den vielen Namen steckt dasselbe Fest, nur eben in regionaler Mundart. Den Begriff Fasching hört man vor allem in Bayern, Österreich und Sachsen. Fastnacht, Fasnacht oder Fasnet sagt man in Schwaben, am Bodensee, in der Schweiz und in Südtirol, und Karneval ist die rheinische Variante rund um Köln, Mainz und Düsseldorf. Wie genau aus all diesen Rufen ein gemeinsames Brauchtum geworden ist, schauen wir uns auch in unserem Beitrag zum rheinischen Karneval an.
Das Wort Fasching taucht schon im 13. Jahrhundert als vaschanc oder vastschang auf und bedeutete so viel wie das Ausschenken des Fastentrunks. Fastnacht wiederum kommt vom mittelhochdeutschen vastnaht, der Nacht vor dem Fasten. Egal welcher Name: Es ist immer die letzte Gelegenheit, vor der vierzigtägigen Fastenzeit noch einmal richtig zu feiern.
Beliebte Faschingskostüme zum schnellen Reinschlüpfen
1Teufel Onesie für Herren, der Klassiker unter den Faschingskostümen, frech und sofort erkennbar.
2Häftling Onesie für Damen, gestreift und gut gelaunt, perfekt für die Gruppe.
3Einhorn Onesie für Kinder, bunt, kuschelig und der Liebling auf jedem Kinderfasching.
4Dinosaurier Onesie für Kinder, ein lautstarker Auftritt für kleine Wildfänge.
5Monster Onesie für Herren, zottelig und lustig zugleich, ganz im Geist der alten Winteraustreiber.
Warum wir Fasching feiern
Der Fasching speist sich aus drei alten Wurzeln, die sich über die Jahrhunderte vermischt haben. Erstens das christliche Brauchtum: Im Mittelalter war in der Fastenzeit weder Fleisch noch Butter, Schmalz oder Käse erlaubt, also ließ man es sich vorher mit Musik, Tanz und reichlich Essen noch einmal gut gehen. Zweitens das Vertreiben des Winters: Schon die alten Germanen zogen mit Masken, Glocken und Lärm los, um die Wintergeister zu verjagen. Und drittens der Rollentausch aus dem alten Rom, bei dem für einen Tag Herren und Diener die Plätze tauschten. Aus diesem Rollentausch sind die heutigen Büttenreden entstanden, in denen Politik und Gesellschaft humorvoll aufs Korn genommen werden.
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Genau dieses Vertreiben des Winters macht den süddeutschen Fasching bis heute so urig. In Bayern, Schwaben und Österreich ziehen Gestalten mit kunstvoll geschnitzten Holzmasken durch die Straßen, und der Lärm von Schellen und Trommeln gehört fest dazu.
Die schönsten Faschingsbräuche im Süden
Im südlichen Fasching steckt mehr als Konfetti und Luftschlangen. Viele Orte pflegen ein jahrhundertealtes Brauchtum, das heute sogar zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe zählt. Ein paar der schönsten Beispiele:
Schwäbisch-alemannische Fasnet: In Oberschwaben, am Bodensee und im Schwarzwald tragen die Narren ihr sogenanntes Häs, ein fantasievolles Gewand, dazu kunstvoll geschnitzte Larven (Holzmasken). Häs und Larve werden in vielen Familien wie ein Schatz von Generation zu Generation vererbt.
Maschkera gehen: Im Werdenfelser Land zwischen Mittenwald und Garmisch-Partenkirchen zieht man als Maschkera fantasievoll verkleidet von Wirtshaus zu Wirtshaus, um den Winter auszutreiben.
Haberfeldtreiben: In Benediktbeuern halten zottelige Gestalten am Faschingsdienstag lautstark Gericht über den Dorftratsch des vergangenen Jahres.
Flecklashexen: In Franken tanzen die Allersberger Hexen in bunten Flickengewändern, bauen Pyramiden und werfen sich durch die Luft, ein echtes Spektakel.
Du möchtest dich gemeinsam mit Freundinnen verkleiden? In unseren Faschingskostüme für Damen findest du passende Ideen für einen stimmigen Gruppenauftritt.
Höhepunkt der Faschingszeit ist die letzte Woche vor dem Aschermittwoch: Am schmutzigen Donnerstag, der Weiberfastnacht, übernehmen vielerorts die Frauen das Kommando, am Rosenmontag und am Faschingsdienstag ziehen die großen Umzüge durch die Städte. Mit dem Aschermittwoch ist dann alles vorbei.
Schnell ins Faschingskostüm: unsere Onesie-Favoriten
Du brauchst kein aufwendig geschnitztes Häs, um beim Fasching mitzufeiern. Ein bequemer Onesie ist im Handumdrehen übergezogen, hält auf dem Umzug schön warm und sieht trotzdem aus wie ein vollwertiges Kostüm. Diese Verkleidungen funktionieren für Erwachsene wie für Kinder und passen vom Faschingsumzug bis zur Kostümparty.
Wer noch unentschlossen ist, findet die ganze Auswahl in unserer Kollektion Faschingskostüme, von tierischen Verkleidungen bis zu klassischen Kostümen. Für die ganz Kleinen lohnt ein Blick auf die Faschingskostüme für Kinder, damit der Nachwuchs auf dem Umzug strahlt.
Krapfen, Berliner oder Kräppel?
Zum Fasching gehört im Süden auch das passende Gebäck. Das fetthaltige Siedegebäck aus Hefeteig erinnert daran, dass vor der Fastenzeit noch einmal kräftig zugelangt wurde. Wie es heißt, hängt wieder von der Region ab: Im Süden Deutschlands und in Österreich spricht man von Krapfen, in Berlin und im Osten von Pfannkuchen, in Hessen von Kräppeln oder Kreppeln, und im übrigen Westdeutschland sagt man Berliner. Gemeint ist überall dasselbe süße Schmalzgebäck, das in der Faschingszeit Hochkonjunktur hat.
So oder so gilt: Beim Fasching zählt vor allem die gute Laune. Ob mit selbst geschnitzter Larve, im bunten Häs oder einfach im gemütlichen Onesie, Hauptsache, der Winter wird ordentlich vertrieben. In diesem Sinne: Helau und Alaaf, oder wie man in Bayern und Franken sagt, Narri Narro!
Das Wort Fasching ist seit dem 13. Jahrhundert als vaschanc belegt und meinte das Ausschenken des Fastentrunks.
Fasching sagt man vor allem in Bayern, Österreich und Sachsen, im Rheinland heißt es Karneval.
Die schwäbisch-alemannische Fasnet zählt heute zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe.
Häs heißt das fantasievolle Narrengewand, die geschnitzte Holzmaske dazu nennt man Larve.
Höhepunkt ist die Woche vor Aschermittwoch mit schmutzigem Donnerstag, Rosenmontag und Faschingsdienstag.
Häufige Fragen zu Fasching: Bräuche, Geschichte & Kostüme im Süden
Es ist dasselbe Fest mit regionalen Namen. Fasching sagt man vor allem in Bayern, Österreich und Sachsen, Fastnacht oder Fasnet im schwäbisch-alemannischen Raum und in der Schweiz, und Karneval im Rheinland rund um Köln und Mainz.
Der Fasching hat drei Wurzeln: das ausgelassene Feiern vor der christlichen Fastenzeit, das Vertreiben des Winters mit Masken und Lärm wie bei den alten Germanen, und der Rollentausch aus dem alten Rom, aus dem die heutigen Büttenreden entstanden sind.
Gefeiert wird die ausgelassene Zeit vor der vierzigtägigen Fastenzeit. Man verkleidet sich, zieht in bunten Umzügen durch die Straßen und vertreibt symbolisch den Winter, bevor am Aschermittwoch das Fasten beginnt.
Das Wort taucht schon im 13. Jahrhundert als vaschanc oder vastschang auf und bedeutete das Ausschenken des Fastentrunks. Später wurde es an Wörter auf -ing angeglichen, fertig war der Fasching.
Im Süden Deutschlands und in Österreich heißt das süße Schmalzgebäck Krapfen. In Berlin und im Osten sagt man Pfannkuchen, in Hessen Kräppel oder Kreppel und im übrigen Westdeutschland Berliner.