Karneval: Bräuche, Hochburgen & Kostüme im Überblick
Karneval ist die fünfte Jahreszeit, in der vor allem das Rheinland rund um Köln, Düsseldorf und Mainz für ein paar tolle Tage Kopf steht: Verkleidung an, Pappnase auf und mit einem kräftigen "Alaaf" oder "Helau" auf die Straße. Offiziell beginnt die Session jedes Jahr am 11.11. um 11:11 Uhr, ihren Höhepunkt erreicht sie aber erst im Spätwinter mit den großen Umzügen kurz vor dem Aschermittwoch. Egal ob du zum ersten Mal mitfeierst oder seit Jahren jeck bist, hier findest du alles über Ursprung, Bräuche und natürlich das passende Kostüm.
Karneval bezeichnet die Bräuche, mit denen die Zeit vor der vierzigtägigen Fastenzeit gefeiert wird. Der Name geht vermutlich auf das lateinische "carne vale" zurück, also "Fleisch, lebe wohl" - eine Anspielung darauf, dass früher in den 40 Tagen bis Ostern auf Fleisch verzichtet wurde. Bevor diese Fastenzeit am Aschermittwoch startet, wird noch einmal ausgelassen gefeiert. Im Rheinland heißt das Fest Karneval, in Bayern und weiten Teilen Süddeutschlands Fasching, und in Mainz oder Württemberg spricht man von Fastnacht oder Fasnet. Wenn dich die süddeutsche Variante interessiert, lies auch unseren Beitrag zum Fasching.
Die beliebtesten Karnevalskostüme
1Teufel Onesie Damen – der freche Klassiker in Rot, perfekt als Paarkostüm mit der Herren-Variante.
2Alien Onesie Herren – auffällig, witzig und ein echter Blickfang im Gruppenkostüm.
Das Schöne am Karneval ist der Rollentausch, der schon immer dazugehörte. Für ein paar Tage werden Hierarchien aufgehoben: Wer sich verkleidet, schlüpft in eine neue Rolle und feiert auf Augenhöhe mit allen anderen. Genau deshalb ist die Verkleidung kein Beiwerk, sondern das Herz des Festes.
Köln, Düsseldorf, Mainz: die Hochburgen
Die bekanntesten Karnevalshochburgen liegen im Rheinland. In Köln gründete sich 1823 das "Festordnende Comitee" (heute Festkomitee Kölner Karneval), das den modernen Straßenkarneval mit Sitzung, Maskenball und Rosenmontagszug auf den Weg brachte. Zwei Jahre später zog Düsseldorf nach, später kam Mainz dazu. In Köln steht seit 1823 ein Anführer an der Spitze, aus dem ab 1871 der Prinz wurde: Zusammen mit Bauer und Jungfrau bildet er bis heute das Kölner Dreigestirn.
Hoppelt direkt ins Herz
Häftling Onesie Herren
In Häftling Onesie Herren fühlt sich der Frühling gleich noch ein bisschen fröhlicher an.
Eine Besonderheit sind die Karnevalsrufe. Wer in der falschen Stadt das falsche Wort ruft, erntet schnell schiefe Blicke. In Köln heißt es "Kölle Alaaf", in Bonn und Leverkusen "Alaaf". Düsseldorf, Mainz und Koblenz dagegen rufen "Helau". In den Grenzregionen mischt sich beides, im Zweifel hörst du einfach kurz hin, bevor du einstimmst.
Die wichtigsten Tage: von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch
Der Straßenkarneval startet an Weiberfastnacht, dem Donnerstag vor Rosenmontag. Der Name verrät es: An diesem Tag haben vor allem die Frauen das Sagen. Sie stürmen symbolisch das Rathaus und schneiden den Männern die Krawatten ab. Der Brauch geht auf das Jahr 1824 zurück, als sich in Beuel bei Bonn die Wäscherinnen zusammentaten und gegen die Ungerechtigkeit protestierten, dass sie schuften mussten, während die Männer feierten. Bis heute zieht jedes Jahr eine Wäscherprinzessin an der Spitze durch den Ort.
Höhepunkt ist der Rosenmontag mit den großen Umzügen in Köln, Düsseldorf und Mainz. Geschmückte Wagen greifen die Themen des Jahres auf und nehmen Politik und Promis aufs Korn, begleitet von Musikkapellen und den akrobatischen Funkenmariechen. Am Veilchendienstag, auch Fastnachtsdienstag genannt, klingt das Fest aus. In Köln wird zum Abschluss der Nubbel verbrannt, eine lebensgroße Strohpuppe, der alle Sünden der närrischen Tage aufgebürdet werden. Mit dem Aschermittwoch ist dann alles vorbei, und die Fastenzeit beginnt.
Das richtige Karnevalskostüm finden
Ohne Verkleidung kein Karneval. Wichtig ist vor allem, dass das Kostüm bequem ist, denn an einem langen Tag auf der Straße oder bei der Sitzung willst du dich wohlfühlen und nicht ständig etwas zurechtzupfen. Onesies sind dafür ideal: Sie sind warm genug für den kalten Februar, lassen sich schnell überziehen und sehen sofort nach Kostüm aus. Ein paar Klassiker, die im Trubel immer funktionieren, haben wir hier zusammengestellt.
Wer als Gruppe oder Paar feiert, holt mit einem gemeinsamen Look noch mehr aus dem Tag heraus. Für die ganze Familie lohnt sich ein Blick in unsere Karnevalskostüme für Kinder, damit auch der Nachwuchs am Straßenrand strahlt. Und falls es einmal schnell gehen muss, ist ein Onesie das wohl unkomplizierteste Last-Minute-Kostüm überhaupt.
Karneval lebt vom Mitmachen. Plane deinen Besuch früh, denn Unterkünfte und Züge in die Hochburgen sind oft Monate im Voraus ausgebucht. Geh am besten mit Freunden los, gib auf deine Sachen acht, und dann heißt es nur noch: Kostüm an und Alaaf!
Der moderne Kölner Karneval geht auf das Jahr 1823 zurück, als sich das spätere Festkomitee Kölner Karneval gründete.
Der Name Karneval leitet sich vermutlich vom lateinischen carne vale ab, also Fleisch, lebe wohl.
Die Session beginnt am 11.11. um 11:11 Uhr und endet erst am Aschermittwoch.
In Köln ruft man Alaaf, in Düsseldorf und Mainz dagegen Helau.
Der Brauch der Weiberfastnacht geht auf die Beueler Wäscherinnen von 1824 zurück.
Häufige Fragen zu Karneval: Bräuche, Hochburgen & Kostüme im Überblick
Karneval ist die fünfte Jahreszeit, in der vor allem im Rheinland die Zeit vor der Fastenzeit gefeiert wird. Mit Kostümen, Umzügen und Sitzungen wird ausgelassen gefeiert, bevor am Aschermittwoch die 40-tägige Fastenzeit beginnt.
Am 11.11. um 11:11 Uhr startet im Rheinland offiziell die Karnevalssession. Die Zahl Elf galt früher als närrische Zahl, der Höhepunkt mit den großen Umzügen folgt aber erst im Spätwinter kurz vor dem Aschermittwoch.
Das hängt von der Stadt ab. In Köln, Bonn und Leverkusen ruft man Alaaf, in Düsseldorf, Mainz und Koblenz dagegen Helau. In Köln heißt es vollständig Kölle Alaaf.
Weiberfastnacht ist der Donnerstag vor Rosenmontag und der Start des Straßenkarnevals. An diesem Tag haben die Frauen das Sagen, stürmen symbolisch das Rathaus und schneiden den Männern die Krawatten ab.
Karneval endet am Veilchendienstag, dem Tag nach Rosenmontag. In Köln wird zum Abschluss der Nubbel verbrannt. Mit dem darauffolgenden Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit.