Der Gründonnerstag ist der Donnerstag vor Karfreitag und der erste der drei Kartage, an dem Christinnen und Christen an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern erinnern. Er fällt 2026 auf den 2. April und leitet das Triduum Sacrum ein, die drei österlichen Tage von Leiden, Tod und Auferstehung. Trotz seines kirchlichen Gewichts ist der Gründonnerstag in keinem Bundesland ein gesetzlicher Feiertag, weshalb Geschäfte normal geöffnet sind und die meisten ganz normal zur Arbeit gehen. In diesem Beitrag erklären wir, was an diesem Tag passiert ist, warum er "grün" heißt, welche Bräuche dazugehören und wie ihr ihn heute zu Hause begehen könnt.
Am Gründonnerstag gedenkt die Kirche des letzten Abendmahls, das Jesus am Vorabend seiner Kreuzigung mit den zwölf Aposteln feierte. Bei diesem Mahl nahm Jesus Brot und Wein, dankte und reichte beides an seine Jünger weiter mit den Worten "Das ist mein Leib" und "Das ist mein Blut", überliefert im Lukasevangelium (Lukas 22,19-20). Mit diesen Worten setzte er die Eucharistie ein, das Abendmahl, das bis heute zum Herzstück des christlichen Gottesdienstes gehört. Der Abend war zugleich ein Abschied, denn noch in derselben Nacht wurde Jesus am Ölberg verraten und verhaftet.
Aus diesem Grund hat der Gründonnerstag einen sehr hohen Rang im Kirchenjahr. Mit der Abendmesse beginnt liturgisch das Triduum Sacrum, die ranghöchste Zeit des katholischen Kalenders, die erst mit der Vesper am Ostersonntag endet. In vielen Kirchen verstummen nach dem Gloria die Glocken und die Orgel und schweigen bis zum Gloria der Osternacht. Ratschen und Klappern ersetzen dann das Geläut, ein Brauch, der die Trauer der Passionstage hörbar macht.
Gemütliche Oster-Looks für den Familienabend
1Osterpyjama Damen - Weicher Pyjama mit fröhlichem Ostermotiv, ideal für einen ruhigen Abend zu Hause.
2Osterpyjama Herren - Der passende Pyjama für Papa, damit die ganze Familie im Partnerlook entspannt.
3Osterpyjama Kinder - Kuschelig für die Kleinen, perfekt fürs gemeinsame Frühstück am Ostermorgen.
4Osterpullover Damen - Bequemer Pullover mit Osterprint für einen Frühlingsspaziergang oder den Brunch.
5Osterpullover Kinder - Fröhlicher Kinderpullover, der die Vorfreude auf Ostern wachhält.
Warum heißt der Tag "Gründonnerstag"?
Die Herkunft des Namens ist bis heute nicht eindeutig geklärt, und mehrere Erklärungen stehen nebeneinander. Spannend ist, dass die liturgische Farbe des Tages gar nicht Grün ist, sondern Weiß. Diese vier Deutungen werden am häufigsten genannt:
Tag der "Grünen": Vom lateinischen "dies viridium". Gemeint sind die Büßer, die nach ihrer Buße wieder zur Gemeinschaft zugelassen wurden und so vom "dürren" zum "grünen Holz" der Kirche wurden, ein Bild nach Lukas 23,31.
Vom Weinen: Eine Herleitung führt den Namen auf das althochdeutsche "grunen" oder "greinen" zurück, was so viel wie weinen bedeutet. Demnach wäre es der Tag der Weinenden, also der reuigen Sünder.
Das grüne Essen: Seit mindestens dem 14. Jahrhundert ist der Brauch belegt, an diesem Tag besonders grünes Gemüse und frische Kräuter zu essen. Manche sehen darin den Ursprung des Namens.
Die liturgische Farbe: In manchen Regionen wurde vor dem 16. Jahrhundert die Farbe Grün im Gottesdienst verwendet, bevor sich Weiß durchsetzte.
Perfekt für die Eiersuche
Lila Sherpa HappyHoodie
Wir lieben Lila Sherpa HappyHoodie für sonnige Tage und einen verspielten Frühlingslook.
Klar ist also nur eines: Der Name ist alt, die "Fügung grüner Donnerstag" ist bereits seit dem 13. Jahrhundert belegt. Welche Erklärung die richtige ist, lässt sich nicht mehr abschließend beweisen, vermutlich haben sogar mehrere Faktoren zusammengewirkt.
Die Fußwaschung als Zeichen der Nächstenliebe
Ein zweites großes Thema des Gründonnerstags ist die Fußwaschung. Nach der Schilderung im Johannesevangelium (Johannes 13,1-17) wusch Jesus seinen Jüngern beim Mahl die Füße und sagte: "Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen." Diese Geste war für die damalige Zeit ungewöhnlich, denn das Füßewaschen war eigentlich Aufgabe der Diener. Jesus drehte die Rollen um und machte daraus ein Sinnbild für Demut und Nächstenliebe.
Wer sich auf die Kartage und Ostern einstimmen möchte, findet in unsere Oster-Kollektion gemütliche Pyjamas, Pullover und Onesies für die ganze Familie.
Bis heute wird der Ritus in vielen katholischen und evangelischen Gemeinden nachvollzogen. Lange Zeit wurden dabei zwölf Männern die Füße gewaschen, in Anlehnung an die zwölf Apostel. Seit 2016 hat Papst Franziskus ausdrücklich erlaubt, den Ritus auch an Frauen zu vollziehen. In evangelischen Gemeinden wird der Abend oft als Tischabendmahl gefeiert, bei dem die Gemeinde gemeinsam an Tischen sitzt, isst und Brot und Wein teilt, ein lebendiges Zeichen der Gemeinschaft.
Grünes Essen und alte Bräuche am Gründonnerstag
Der wohl bekannteste Brauch ist das grüne Essen. Traditionell kommen am Gründonnerstag grünes Gemüse und frische Frühlingskräuter auf den Tisch, die früher um diese Jahreszeit als Erstes wieder in Wäldern und Gärten wuchsen. Klassiker sind Spinat, Grünkohl, Salat oder eine Kräutersoße, in Österreich gerne Spinat mit Spiegelei. Passend zur Fastenzeit verzichten viele Familien an diesem Tag auf Fleisch. Hinter dem grünen Essen steckt auch eine alte Vorstellung: Man glaubte, mit den ersten Kräutern die Kraft des Frühlings aufzunehmen und sich für das ganze Jahr Gesundheit zu sichern.
Daneben gibt es viele regionale Bräuche. In Coburg bringt der "grüne Hase" die Ostereier teils schon am Gründonnerstag. In Teilen der Oberlausitz ziehen Kinder von Haus zu Haus und sammeln Süßigkeiten, und in Mühlhausen in Thüringen gehörte eine Brezel zum Tag, denn wer keine aß, dem könnten der Sage nach Eselsohren wachsen. Auch die am Gründonnerstag gelegten Eier, die sogenannten Antlasseier, galten als besonders kraftvoll.
Ist der Gründonnerstag ein Feiertag?
Nein. Der Gründonnerstag ist ein kirchlicher, aber kein gesetzlicher Feiertag und das in keinem deutschen Bundesland. In Baden-Württemberg ist an diesem Tag immerhin schulfrei. In einigen Ländern wie Dänemark, Norwegen oder Island ist der Tag dagegen ein arbeitsfreier Feiertag. Ein Detail am Rande: In Hessen müssen Geschäfte am Gründonnerstag schon ab 20 Uhr schließen. Anders als oft angenommen ist der Gründonnerstag selbst kein strenger Fasten- und Abstinenztag, das ist erst der Karfreitag.
Wer den Tag zu Hause begehen möchte, kann das gut mit einem ruhigen Abendessen tun: ein grünes Gericht kochen, gemeinsam am Tisch sitzen und den Abend bewusst beginnen. In gemütlicher Kleidung fällt das gleich leichter. Unsere passenden Oster-Pyjamas für die ganze Familie machen aus dem Abend einen entspannten Moment, und auch ein kuscheliger Osterpullover hält warm, wenn die Frühlingsabende noch kühl sind.
Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag: die Kartage im Überblick
Der Gründonnerstag steht nicht für sich allein, sondern bildet mit Karfreitag und Karsamstag die drei Kartage, die unmittelbar auf Ostern hinführen. Am Gründonnerstag wird des letzten Abendmahls gedacht. Der Karfreitag erinnert an Kreuzigung und Tod Jesu und ist als stiller Trauertag ein gesetzlicher Feiertag mit Tanzverbot. Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe, bevor in der Osternacht die Auferstehung gefeiert wird. So spannt sich von Donnerstag bis Sonntag der Bogen von Abschied über Trauer bis zur Osterfreude, das Herz des christlichen Kirchenjahres. Mehr zu den drei heiligen Tagen findet ihr in der ausführlichen Beschreibung des Triduum Sacrum bei Wikipedia.
Schon gewusst?
Der Name grüner Donnerstag ist bereits seit dem 13. Jahrhundert belegt.
Die liturgische Farbe des Gründonnerstags ist nicht Grün, sondern Weiß.
Nach dem Gloria schweigen Glocken und Orgel bis zum Gloria der Osternacht.
Der Gründonnerstag ist in keinem deutschen Bundesland ein gesetzlicher Feiertag.
Die englische Bezeichnung Maundy Thursday kommt vom lateinischen dies mandati, dem Tag der Fußwaschung.
Häufige Fragen zu Gründonnerstag: Bedeutung, Name & Bräuche
Am Gründonnerstag gedenken Christen des letzten Abendmahls, das Jesus am Vorabend seiner Kreuzigung mit seinen Jüngern feierte und bei dem er die Eucharistie einsetzte. Mit der Abendmesse beginnt das Triduum Sacrum, die drei österlichen Tage bis zur Auferstehung.
Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig geklärt. Am häufigsten wird er auf den lateinischen Begriff dies viridium, den Tag der Grünen, also der wieder aufgenommenen Büßer zurückgeführt, auf das Wort greinen für weinen oder auf den alten Brauch, an diesem Tag grünes Gemüse zu essen. Die liturgische Farbe des Tages ist jedoch Weiß, nicht Grün.
Der Gründonnerstag ist ein kirchlicher, aber in keinem deutschen Bundesland ein gesetzlicher Feiertag. Geschäfte sind geöffnet und die meisten gehen normal zur Arbeit. In Baden-Württemberg ist an diesem Tag schulfrei, und in Ländern wie Dänemark, Norwegen oder Island ist er arbeitsfrei.
Traditionell isst man am Gründonnerstag grünes Gemüse und frische Frühlingskräuter, zum Beispiel Spinat, Grünkohl, Salat oder eine Kräutersoße. Passend zur Fastenzeit verzichten viele an diesem Tag auf Fleisch.
Die Fußwaschung geht auf das Johannesevangelium zurück, in dem Jesus seinen Jüngern beim Mahl die Füße wusch, als Zeichen von Demut und Nächstenliebe. In vielen Gemeinden wird der Ritus bis heute nachvollzogen. Seit 2016 darf er ausdrücklich auch an Frauen vollzogen werden.